Urban Landscapes

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Urban Landscapes, das ist zuerst einmal wörtlich zu nehmen. Bei der Serie geht es um Abbildungen urbaner Landschaften. Wichtiger für diese Arbeiten aber ist, dass Frank N innerhalb dieser Serie die Bedeutung des Wortes Fotografie (mit Licht zu malen) versucht „wörtlich“ umzusetzen.

Die in erster Linie durch Langzeitbelichtung (in der Kamera, und nicht durch digitale Nachbearbeitung) entstandenen Bilder, wirken wild und verschwommen, unvollständig und nebulös. Wie Träume, die an einem vorbeirasen. Die Bilder haben mehr als nur den Anschein gemalt zu sein, dennoch handelt es sich eindeutig um Fotografien. Außer Frage, dass es Frank N bei dieser Serie nicht darum geht, in einem „klassisch fotografischen“ Verständnis Stadtlandschaften oder Architektur einzufrieren und oder festzuhalten. Nichts ist hier gefroren, vielmehr verflüssigt sich alles und daraus entstehen dann in diesen Bildern Objekte, die es so - wie sie präsentiert werden - gar nicht gibt. Es sind Dinge, die in der Zeit (während der Belichtungszeit) entstehen. Die reale Welt wird in diesen Bildern zerlegt, die Wirklichkeit geht verloren, alltägliche Sichtweisen werden in Frage gestellt. Formen werden deformiert, dann abweichend wieder zusammengefügt, um sie aus neuem Blickwinkel betrachten zu können.Immer noch werden Fotografien mehrheitlich als ein Medium angesehen, welches die Realität abbildet. Auch deshalb wirken die Bilder der Serie Urban Landscapes verwirrend, sie versuchen nicht die Dinge so darzustellen, wie wir glauben sie zu sehen - oder sehen zu müssen.

Hopper Revisited

Mobirise

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Auch Hopper Revisited ist Bestandteil der Serie Urban Landscapes, obgleich sich das Bild grundsätzlich von den anderen Bildern dieser Serie unterscheidet. Allem voran, es handelt sich bei Hopper Revisited um Digital Art und nicht, wie bei allen anderen bisherigen Bildern der Serie Urban Landscapes, um Fotografie.

Edward Hoppers Œuvre beschränkt sich sicherlich nicht nur auf urbane Landschaften. Nichtsdestotrotz ist Hopper für Frank N die Ikone schlechthin für Darstellung von Urbanität in der Kunst. Und da seit einiger Zeit auch in seinem Werk Urbanität eine wichtige Rolle spielt, lag es nah Hopper eine Reminiszenz zu erweisen.

Als „Vorlage“ für Hopper Revisited diente Hoppers Bild Nighthawks. Nicht nur handelt es sich dabei um sein vermutlich berühmtestes, es handelt sich sicherlich auch um das von Hopper am häufigsten kopierte Werk. Unzählige Male wurde Nighthawks schon „imitiert“. Manche dieser Werke kann man als Appropriation Art werten, andere dienen einfach nur als Motiv für Postkarten. Überwiegend sind diese Variationen als Parodien angelegt, bei denen einfach nur das „Personal“ aus dem Szenarium ausgetauscht wurde. So gibt es Versionen mit der Personage aus Star Wars, Star Trek, den Simpsons, der Sesamstraße und noch einiges mehr. Sophie Matisse ging in ihrer Version von Nighthawks einen Schritt weiter als all diese Parodien. Indem sie nur den Hintergrund des Bildes beibehielt und die Personen komplett aussparte, erreichte sie nicht nur eine Abstraktion des Bildes, sondern auch eine ohne weiteres humoristische Irritation beim Betrachter. Gleiches tat sie - innerhalb ihrer Serie Be back in 5 minutes - mit weiteren Klassikern der Kunst, unter anderem mit Leonardo da Vincis Mona Lisa.

Bei Hopper Revisited war die Intension nun, eine möglichst starke Verfremdung des Originals zu erreichen. Der Abstraktionsgrad sollte maximal ausgereizt werden, soweit, dass dem Betrachter gerade noch eine Wiedererkennbarkeit ermöglicht, zumindest suggeriert wird. Und so verschwinden in Hopper Revisited nicht nur die Personen des Originals, sondern jegliche Objekte. Übrig bleiben nur Farben und Formen.

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